Europäisches Netzwerk von Gemeinden und Flüssen (ENMaR)
ENMaR hat die durch die EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) bedingte Entwicklung in unterschiedlichen europäischen Regionen inhaltlich begleitet, vernetzt und verglichen. Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Probleme und Möglichkeiten bei der Umsetzung der WRRL auf lokaler Ebene wurden aufgezeigt. Dies geschah mit Hilfe der lokal Betroffenen, d.h. den Kommunen und anderen lokalen Akteuren. ENMaR hat sich mit der Frage beschäftigt, welche Konsequenzen sich in den verschiedenen europäischen Regionen aus der Langfristigkeit der WRRL ergeben und wie hier voneinander profitiert werden kann. Insbesondere hat ENMaR den ganzheitlichen Ansatz der WRRL inhaltlich aufgenommen. Die Themen Raumplanung, Wasserdienstleistungen, Tourismus sowie Land- und Forstwirtschaft bildeten den Schwerpunkt der inhaltlichen Arbeit, da diese Bereiche auch die regionale Entwicklung stark prägen. Erklärtes Ziel des Projektes war es, mit Hilfe des Instrumentes WRRL die regionale Entwicklung zu fördern. Zielgruppe des ENMaR-Projektes sind die Gemeinden, denn ENMaR versteht sich als Dienstleister für die Gemeinden.
Die Gemeinden und Regionen sollten durch umfangreiche Information und fachliche Unterstützung in die Lage versetzt werden, ihre Wasserdienstleistungen nachhaltig zu gestalten, sich am Flussgebietsmanagement vor Ort aktiv zu beteiligen, in der Raumplanung integrativ und fachübergreifend zu planen und zu entscheiden, eine Verbesserung der Wasserqualität im Sinne der eigenen touristischen Vermarktung positiv zu nutzen und die Auswirkungen von Land- und Forstwirtschaft auf die Gewässer im Sinne einer Qualitätsverbesserung zu beeinflussen. Gute Beispiele und Kommunikation sollten mehr Transparenz und positive Ergebnisse für die regionale Entwicklung schaffen.
Am Projekt ENMaR waren sieben Partner aus fünf europäischen Regionen beteiligt. ENMaR hat den Ansatz der Wasserrahmenrichtlinie aufgenommen, die die Flussgebietseinheiten über administrative Grenzen hinweg betrachtet. Demnach sind die Flusseinzugsgebiete, in denen sich die Partner befinden, als die teilnehmenden Regionen definiert. Dies sind die Einzugsgebiete des Mersey (England), des Emån (Schweden), des Gauja (Lettland), des Miño (Spanien) und der Weser (Deutschland).

Das Ziel von ENMaR war es, ein interregionales Netzwerk mit etwa 100 Gemeinden aufzubauen. Somit sollte jede der fünf Regionen 20 Gemeinden involvieren. Innerhalb der fünf Regionen veranstaltete ENMaR Workshops zu den vier Arbeitsschwerpunkten Tourismus, Raumordnung, Wasserdienstleistungen sowie Land- und Forstwirtschaft für die Gemeinden und für andere lokale Akteure. In diesen Workshops wurden gemeinsam die Themen diskutiert und Zielsetzungen und Handlungsstrategien für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie erarbeitet.



Kommunale Umwelt-AktioN U.A.N.