2,7 Millionen für naturnahe Gestaltung von Fließgewässern

Pressemitteilung 37/2007 des Niedersächsischen Umweltministeriums

Hannover. Passend zum Tag des Wassers hat Umweltminister Hans-Heinrich Sander heute (Mittwoch) 2,7 Millionen Euro für die naturnahe Gewässergestaltung bewilligt. "Damit entwickeln wir die Fließgewässer weiter. Wie bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie geht es uns darum, die Gewässerqualität zu verbessern", erklärte der Minister.

"Niedersachsen ist ein wasserreiches Land und diesen Reichtum für Menschen, Tiere und Pflanzen zu erhalten, ist unser Anliegen", betonte Sander. "Wir sorgen dafür, dass die Gewässer wieder natürlicher werden. Dazu gehört, dass wir die Durchgängigkeit der Gewässer für wandernde Fischarten wieder herstellen und die Biotopqualität für Wasserflora und -fauna verbessern."

Die 2,7 Millionen Euro stammen aus Mitteln des Landes und Fördergeldern der EU.
Mit den Geldern werden beispielsweise gefördert:

  • Landkreis Uelzen: Der Bau eines Umfluters an der Mühle Verhorn an der Gerdau zur Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit an einem der letzten Flussperlmuschelgewässer in Niedersachsen (245.000 Euro).
  • Landkreis Nienburg: Die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Großen Aue an der Wehranlage Liebenau (460.000 Euro).
  • Landkreis Leer: Die Renaturierung des Bagbander Tiefs in Stiefelkamperfehn mittels Rückverlegung des Deiches zur Auenentwicklung, Förderung des Fischotters und der Verbesserung des Hochwasserschutzes (129.000 Euro)

Neu ist dabei, dass die Landesfläche in verschiedene Zielgebiete unterteilt wird mit der Folge, dass der Altbezirk Lüneburg verstärkt mit Fördermitteln ausgestattet werden kann. Durch diesen Effekt erhält Niedersachsen als eines der ganz wenigen Bundesländer in der aktuellen Förderperiode mehr EU-Mittel als in der vorangegangenen. Die Projekte stellen zunächst nur eine erste Tranche der insgesamt 4,6 Millionen Euro Fördermittel 2007 für die naturnahe Gewässergestaltung dar. Über die Verwendung der verbleibenden Mittel kann erst dann abschließend entschieden werden, wenn die EU-Kommission das niedersächsische Programmdokument für die Förderperiode 2007-2013 genehmigt hat. Rechnet man die Eigenanteile der Vorhabenträger mit ein, so werden durch die Impulse des Landes rund 5,5 Millionen Euro für die naturnahe Gewässergestaltung mobilisiert.




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